Digitale Dogmen – die Lerntheorien (Trilogie, Teil 1)

Socrative ist ein Tool, mit dem man schnell und einfach Fragen erstellen und verteilen kann. Für Smartphones und Tablets steht eine gratis App zur Verfügung mit der man an diesen Abstimmungen teilnehmen kann und auch über den Browser sind die Umfragen abrufbar. Die Befragung kann sehr rasch ausgewertet werden und man bekommt schnell ein Feedback.

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CC Wikimedia, Vizu. Jean Cote: Future School

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Was Sie schon immer über das Lernen mit digitalen Medien wissen wollten – eFutureday Innsbruck

Meine Keynote am eFuturday Tirol stand ganz im Zeichen des Lernens mit digitalen Medien:

Was Sie schon immer über das Lernen mit digitalen Medien wissen wollten

Lernen in der Netzwerkgesellschaft folgt anderen Regeln. Wer an der Netzwerkgesellschaft teilnehmen möchte, sollte auch über die nötigen digitalen Kompetenzen verfügen. Das ist nur eines der Argumente, warum digitale Medien im Unterricht eingesetzt werden sollten. In welcher Weise das geschieht, bestimmt aber wesentlich, ob der Einsatz erfolgreich ist oder nicht – und damit sei der Bogen zu John Hatties Studie gespannt.

Zur Veranstaltung gibt es einen Bericht auf der eLSA Homepage: http://elsa20.schule.at/news/einzelansicht/nc/1/article/das-war-der-2-efuture-day-tirol-2014/

Digitale Medien – das Methodenvielfaltsargument

„Wer etwas kann oder weiß, zeigt oder sagt es demjenigen, der erst hören und schauen muß, bevor er mitreden oder selbst richtig nachmachen kann“ (Glöckel 2003, S. 69). Mit diesem Motto wurde mit der Einführung der Gymnasien und später der allgemeinen Schulpflicht auch der Frontalunterricht als die diesem Leitsatz repräsentierende Unterrichtsmethode etabliert. Die Reformpädagogik war der erste Ansatz, der den alleinigen Einsatz von Frontalunterricht kritisierte und stattdessen eine Pädagogik „vom Kinde aus gedacht“ forderte, Unterrichtsentwicklung wurde in der Folge zunehmend bedeutsamer und blieb es bis heute. Methodenvielfalt ist ein Qualitätsmerkmal von gutem Unterricht, das bestätigen unzählige Studien.

Dass Lernen ohne digitale Medien schon heute und auch in Zukunft ohnehin undenkbar ist, könnte mit obigen Ausführungen als hinreichend begründet angesehen werden. Unterricht ist und wird auch in Zukunft der die Schule definierende Teil sein, die Weiterentwicklung und Erprobung von neuen Lehr- und Lernmethoden sind auch weiterhin zentrale Handlungsfelder. Lehrende, die in ihrem Methodenkanon auf die Möglichkeiten der Gestaltung ihres Unterrichts durch den reflektierten Einsatz digitaler Medien verzichten, verzichten bewusst oder unbewusst auf ein umfangreiches Segment. Digital kompetente Lehrende können durch ihren großen Fundus entscheiden, ob die Unterrichtssituation besser mit oder ohne digitale Medien gestaltet werden soll. Digitale Medien sind nicht nur Tool sondern eine beträchtliche Erweiterung des Methodenkanons, sie ermöglichen eine detailliertere Ausformung vorhandener Arbeitsweisen und ermöglichen tatsächlich neue Methoden.

Soweit ein gekürzter Ausschnitt eines Artikels, der demnächst in unserem Sammelband zu den EDU|days erscheint.

Dass dieses Argument durchaus seine Berechtigung hat, wurde durch ein Projekt an der NMS Frankenfels nachdrücklich bestätigt. 22 Schüler/innen nahmen an einem Workshop zum Thema “Roboter Programmieren mit Lego Mindstorms” teil, teilweise in ihrer Freizeit und waren von dem neuen Zugang begeistert. Zitat Direktor Wilhelm: “Mit dabei waren etliche Schüler/innen, die hervorragend arbeiteten, aber in ihren sonstigen Schulleistungen auch Schwächen haben (Rechtschreiben z.B.) – für die war es ein riesiges Erfolgserlebnis!”

http://nms-frankenfels.edupage.org/news/?

http://www.facebook.com/ifit.org