Die „digital natives“ – ein Mythos!

Man hört kaum einen Vortrag zu E-Learning und Social Web, der nicht das Schlagwort der “digital natives” beinhaltet. Marc Prensky prägte 2001 diesen Begriff  und damit die Vorstellung, dass unsere Kinder durch das Aufwachsen mit digitalen Medien auch wie selbstverständlich damit umgehen. Wir – die “digital immigrants” – brauchen ihnen in Sachen PC und Internet nichts mehr beibringen, sie beherrschen den Umgang mit den digitalen Medien und brauchen unsere Hilfe lediglich bei der Bewertung von Quellen.

Neue Untersuchungen zeigen ganz ein anderes Bild und jeder der in diesem Bereich unterrichtet, weiß es ohnehin. Die “digital natives” sind ein Mythos. Das Internet wird zwar oberflächlich verwendet, vor allem zur Freundschaftspflege, eine qualifizierte Googlesuche ist aber meist nicht machbar. Die Jugendlichen konsumieren (vor allem “Youtube”), produzieren aber bestenfalls Statusmeldungen in Facebook. Social Web Tools wie Twitter oder Blogs betreiben aktiv die wenigsten.

Ein ausführlicher Spiegel Artikel dazu hier: Spiegel Online

Messmer unterteilt die Nutzer des Webs in digital residents und digital visitors (hier). Welcher Gruppe man angehört, ist keine Frage des Alters sondern des Zugangs. Während die einen lediglich als Gast kommen, bewohnen und gestalten die anderen den virtuellen Raum.

Was heißt das für die Schule? Mit einer Erziehung zu Medienkompetenz allein ist es nicht getan, es muss auch die Handhabung der Werkzeuge beigebracht werden. Eine umfassende “Medienbildung” ist vonnöten. Wo findet diese Platz? Der Informatikunterreicht – wenn es ihn denn überhaupt gibt – begnügt sich oftmals mit “computer literacy”. Medienpädagogik hat hier keinen Platz, es werden ja oftmals nicht einmal originär informatische Inhalte berücksichtigt. E-Learning in den Gegenständen sollte sich in erster Linie auf den Inhalt des Gegenstandes konzentrieren und nicht so sehr Werkzeugschulung sein. Kann ein Gegenstand “Medienbildung”, der neben “media literacy” auch informatische Bildung im Kompetenzraster enthält, die Lösung sein? Ein Gegenstand, der den informatisch gebildeten, medienkompetenten Menschen zum Ziel hat?

Scratchcards

Eine hervorragende Möglichkeit in Scratch Aufgaben zu stellen und Schüler/innen individuell an der Lösung arbeiten zu lassen, sind die Scratchcards. Bisher lagen diese nur in Englisch vor. Diese 12 Karten habe ich jetzt eingedeutscht und stelle sie hier zum Download zur Verfügung.

twist

pdf Animation (pdf)

pdf Farbe ändern (pdf)

pdf Tanze Twist (pdf)

pdf Folge der Maus (pdf)

pdf Gleiten (pdf)

pdf Interaktiver Wirbel (pdf)

pdf Zähler (pdf)

pdf Tastenbewegung (pdf)

pdf Bewege dich zum Rhythmus (pdf)

pdf Animierte Bewegung (pdf)

pdf Sag etwas (pdf)

pdf Überraschungsschalter (pdf)