Bildung und Digitalität. Und weitere Nebensächlichkeiten.

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Bildung und Digitalität. Und weitere Nebensächlichkeiten.

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digi.kompP 2026

digi.kompP 2026

Die grundlegend überarbeitete Version des Kompetenzmodells digi.kompP (Digitale Kompetenzen und informatische Bildung für Pädagoginnen und Pädagogen) für das Jahr 2026 ist mittlerweile online verfügbar. Das aktualisierte Modell soll eine wissenschaftlich fundierte Orientierungshilfe für die Aus-, Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften in einer Kultur der Digitalität…

Didaktik in einer Kultur der Digitalität. Perspektiven und Erkenntnisse.

Didaktik in einer Kultur der Digitalität. Perspektiven und Erkenntnisse.

Anknüpfend an uns Buch zur wirkmächtigen Mediendidaktik ist jetzt ein Sammelband erschienen, der aktuelle Forschungsbeiträge zu einer Didaktik in einer Kultur der Digitalität bereitstellt. Teaser: Der Sammelband zeigt, wie die Leitmedientransformation und Künstliche Intelligenz Lehren und Lernen verändern – und bietet Leser:innen konkrete Erkenntnisse, Impulse…

EDU|days 2026

EDU|days 2026

Bis zum 16. Januar 2026 besteht die Möglichkeit, Beiträge für die EDU|days 2026 einzureichen. Wenn Sie also nicht nur Teilnehmer:in, sondern auch Teilgeber:in der EDU|days sein wollen, nutzen Sie die Gelegenheit: https://www.edudays.at/einreichung/.

Im April 2026 findet die Tagung bereits zum 17. Mal statt. Dass sie in Zeiten des Wandels zu einem festen Bestandteil der Bildungslandschaft in Österreich geworden ist, freut uns sehr. Mindestens ebenso groß ist die Freude, dass wir mit Nana Siebert und Martina Mara zwei Referentinnen gewinnen konnten, die mit ihren Keynotes zu Medienkompetenz und Höflichkeit im Umgang mit KI Themen aufgreifen, die uns in der Schule stark beschäftigen.

Reichen Sie Ihren Beitrag ein, es ist noch nicht zu spät! Nehmen Sie an den EDU|days 2026 teil – Sie werden davon profitieren!

Publikationsliste

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Publikationen (Auswahl) Mein Profil auf ResearchGate.

Der Hochschullehrgang „KI und schulische Bildung“

Der Hochschullehrgang „KI und schulische Bildung“

An der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich bieten wir bereits seit dem Wintersemester 2024 den Hochschullehrgang „KI und schulische Bildung” an. Bei der Konzeption sind wir bewusst einen anderen Weg gegangen. Die Optimierung der eigenen Prompts ist bei diesem HLG nicht das primäre Ziel. Vielmehr wollen wir…

Pfadabhängigkeiten, oder: Digitale (Grund)bildung locked in

Pfadabhängigkeiten, oder: Digitale (Grund)bildung locked in

Was ist eine Pfadabhängigkeit?

Pfadabhängigkeit bedeutet, dass frühere Entscheidungen und Entwicklungen künftige Ereignisse stark beeinflussen – auch dann, wenn diese Entscheidungen mittlerweile nicht mehr als ideal angesehen werden können und ggf. zu einem Lock-In-Effekt führen.

Ein Beispiel dafür ist die Entwicklung unterschiedlicher Normen für Steckdosen in verschiedenen Ländern. Daraus folgt, dass wir heute mit Reisesteckern unterwegs sind und zu Geräten mehrere Stromkabel beigepackt werden, von denen bis auf eines alle gleich nach dem Auspacken im Müll landen.

Ein weiteres Beispiel ist die QWERTY Tastatur. Sie wurde in den 1860er-Jahren von Christopher Latham Sholes entwickelt – einem der Erfinder der ersten kommerziellen Schreibmaschine. Dabei ging es nicht darum, besonders schnell zu tippen, sondern Ziel war es, das Verhaken der Typenhebel bei schnellem Tippen zu vermeiden. Als sich die QWERTY-Tastaturen einmal etabliert hatten, blieben sie aus Bequemlichkeit und Kompatibilität erhalten – trotz später entwickelter effizienterer Layouts wie z. B. Dvorak oder Neo. Ein geradezu klassisches Beispiel für Pfadabhängigkeit, bzw. des Lock-In-Effekts.

Das Fach Digitale Grundbildung

Mit der Einführung der verbindlichen Übung im Jahr 2018 wählte man als Fachbezeichnung für das neue Fach Digitale Grundbildung. Auch das Pflichtfach wurde ab 2022 so bezeichnet. Mit der Überarbeitung der Oberstufenlehrpläne geht jetzt u.a. der Vorschlag einher, das Fach in der AHS-Oberstufe in Folge Digitale Bildung zu bezeichnen. Das ist ein weiteres sehr schönes Beispiel für eine Pfadabhängigkeit.

Digitale (Grund)Bildung ist kein eigenständiger Fachbereich mit klar umrissenen Inhalten und Methoden, wie es etwa die Mathematik oder die Biologie sind. Es besteht eine begriffliche Unschärfe zwischen Bildungszielen und Bildungsinhalten. Digitale (Grund)Bildung beschreibt letztlich eher ein Ziel – nämlich, Schüler*innen zu befähigen, in einer digital geprägten Welt souverän und verantwortungsvoll zu handeln. Aber Bildungsziele taugen mäßig gut für Fachbezeichnungen. Ein Schulfach braucht konkrete Inhalte, Kompetenzen und didaktische Zugänge – und genau das lässt der Begriff vermissen.

Bereits 2018 haben wir uns damit in einem Beitrag beschäftigt:

Der Begriff digitale Bildung wird mittlerweile ebenso häufig verwendet, jedoch gibt es dazu keine einheitliche Definition, die auf breite Akzeptanz stößt. (…) Es muss darauf hingewiesen werden, dass es sowohl verschiedene Begriffe von Bildung gibt als auch jener der Digitalisierung nicht klar in seiner Bedeutung ist (Manovich, 2002, S. 42; Raunig & Höfler, 2018). Legt man ein Verständnis von Bildung zugrunde, bei dem Bildung in einem umfassenden Sinn als „Person-Bildung“ (z. B. bei Kant, Humboldt, Klafki) verstanden wird, ist die Zieldimension des Bildungsprozesses ein mündiger Mensch, der zum autonomen Denken und Handeln befähigt ist (Rath & Köberer, 2014). Bildung schließt dabei immer auch die aktive und kritische Auseinandersetzung mit Werten ein (Wiesner, Schreiner, Breit & George, 2018).

Brandhofer, G., Baumgartner, P., Ebner, M., Köberer, N., Trültzsch-Wijnen, C., & Wiesner, C. (2019). Bildung im Zeitalter der Digitalisierung. In S. Breit, F. Eder, K. Krainer, C. Schreiner, A. Seel, & C. Spiel (Hrsg.), Nationaler Bildungsbericht Österreich 2018, Band 2: Fokussierte Analysen und Zukunftsperspektiven für das Bildungswesen (S. 307–362). Leykam. https://www.bifie.at/nbb2018/

Was ist der Inhalt des Faches? Wie soll es demnach heißen?

So unterschiedlich die Konzepte und Lehrplanentwürfe auch sind, es geht immer um Medien (-erziehung, -bildung, -kompetenz, -souveränität, -whatever) und Informatik. Naheliegend wäre es daher auch, das Fach schlicht Medien und Informatik zu benennen, sowohl in der Sekundarstufe I als auch in der Sekundarstufe II. Wären da nur nicht die Pfadabhängigkeit und die früheren Entscheidungen.

Es tun sich zwei Optionen auf: entweder man führt den gewählten Weg bei der Namensgebung fort oder aber man durchbricht die Pfadabhängigkeit. Medien und Informatik wäre jedenfalls gut kompatibel zu Technik und Design, Kunst und Gestaltung, etc. Auch die Bezeichnungen von Wahlpflichtfächern wie Mediengestaltung oder Informatik wäre gut ableitbar. Und dass man an einer Universität ein Fach namens Informatik studieren kann, schadet in diesem Zusammenhang auch nicht.

Wenn man in Österreich bis vor einigen Jahren mit den Schüler:innen den Weg zu schlecht belüfteten Umkleideräumen ging, so besagte der Stundenplan, dass die Leibesübungen anstehen, ein seltsamer, aus der Zeit gefallener Begriff. Das war auch der Grund, warum dieser vor einigen Jahren durch Bewegung und Sport ersetzt wurde. Die Leitmedientransformation und die Etablierung einer Kultur der Digitalität werden Fachbezeichnungen wie Digitale (Grund)bildung binnen kurzer Zeit ebenso antiquiert erscheinen lassen. Überlegen wir uns genau jetzt bessere, nachhaltigere und treffendere Bezeichnungen. Soviel als Denkanstoß.

fnma Studie: Von KI lernen, mit KI lehren: Die Zukunft der Hochschulbildung.

fnma Studie: Von KI lernen, mit KI lehren: Die Zukunft der Hochschulbildung.

Die fnma-Studie „Von KI lernen, mit KI lehren: Die Zukunft der Hochschulbildung“ widmet sich der Frage, wie Künstliche Intelligenz (KI) die Hochschullehre in Österreich verändert und welche Potenziale sowie Herausforderungen sich daraus ergeben. Ich durfte das Gesamtprojekt koordinieren.

Zur KI-Akzeptanz bei Lehrenden und Lehramtsstudierenden

Zur KI-Akzeptanz bei Lehrenden und Lehramtsstudierenden

Wir (Karin Tengler und ich) haben eine umfangreiche Studie zur Akzeptanz von KI-Applikationen bei Lehrenden und Lehramtsstudierenden durchgeführt. Den Beitrag zum Tag der Forschung haben wir jetzt als Preprint veröffentlicht, weil wir gerne Rückmeldungen zu den Studienergebnissen im definitiven Artikel berücksichtigen wollen – und weil…

Didaktik in einer Kultur der Digitalität

Didaktik in einer Kultur der Digitalität

Wirkmächtige Mediendidaktik, zukunftsorientierte Pädagogik

Christian Wiesner und ich haben als Herausgeber einen etwas anderen Ansatz für einen neuen Sammelband ausprobiert, und wir sind mit dem Ergebnis mehr als zufrieden! Alle, die wir zum Mitmachen eingeladen hatten, erhielten von uns einen ersten Entwurf eines Referenzkapitels, auf das sich ihr Beitrag beziehen sollte. Anschließend haben wir die Beiträge strukturiert und aus dem ersten Entwurf eine Endfassung erstellt. Dies ist die Kurzfassung der langen und komplexen Entstehungsgeschichte unseres neuen Sammelbandes: Didaktik in einer Kultur der Digitalität. Verlag Julius Klinkhardt: https://www.klinkhardt.de/verlagsprogramm/2603.html

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Mensch oder Bot?

Mensch oder Bot?

Das war meine Frage zu zwei Texten, gestellt im Rahmen von Vorlesungen, Seminaren und Vorträgen an insgesamt ca. 480 Lehrer*innen und Lehramtsstudierende. Bei beiden Texten handelt es sich jeweils um einen Teil einer Deutschschularbeit, 4. Klasse AHS. Ein Text wurde von ChatGPT4 verfasst, einer von…


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ChatGPT ist kein philosophischer Logiker – und das sollten auch Schülerinnen und Schüler wissen

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Die Antworten von ChatGPT sind betörend. Viel wurde daher über die Auswirkungen von ChatGPT auf Schule und Hochschule geschrieben, Banales und Bedeutendes. Ein wichtiger Aspekt wird dabei aber wenig beachtet, dem möchte ich mich hier kurz widmen. Der Mensch verknüpft Texte mit Bedeutung, diese Bedeutungen…