Leitmedientransformation – oder: das geht nicht wieder weg

„Das geht wieder weg“ ist eine – meist nicht ausgesprochene – Haltung die im Zusammenhang mit dem Digitalen in der Schule immer wieder vertreten wird. Das Ganze müsse man also nur aussitzen. Die Zeichen deuten aber darauf hin, das sich das Erscheinungsbild der digitalen Medien zwar laufend wandeln wird, eine Rückkehr des Leitmediums Buch wird aber nicht stattfinden, wir erfahren gerade eine Leitmedientransformation, die unumkehrbar sein wird.

leitmedien halle Wikimedia Commons/Sailko/CC BY SA 3.0

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Digitale Hochschuldidaktik als eine Bedingung für digitale Schuldidaktik und eine digital souveräne Gesellschaft

Unterlagen zum Vortrag im Rahmen der Veranstaltung „Digitale Hochschule“

These: Es ist von Bedeutung, dass künftige Lehrende digitale Medien als Teil ihres Studiums erleben und auch die didaktischen Fähigkeiten zur Nutzung des Digitalen im Unterricht erlernen können.

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Randbemerkungen zur Bildung im Zeichen der Digitalität, Nr. 2 – die Sitzordnung

„Wenn von der Zukunft der Schule geschrieben wird, dann wird das mit Bildern mit allerelei technischen Geräten veranschaulicht, der Ordnungsrahmen bleibt scheinbar auch in der Zukunft gleich.“

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Dazu habe ich eine kleine Pinterest – Sammlung zusammengestellt:

Folge Gerhards Pinnwand „Zukunft der Schule“ auf Pinterest.

Natürlich ist das nicht verallgemeinerbar, aber dennoch zeichnet es sich sehr deutlich ab: wir hängen doch der sehr mechanistischen Sichtweise an, dass, wenn Medien in die Schule einziehen, das in einem 1:1 Austausch stattfindet: Tafel –> IWB, Heft –> Tablet, etc. Die Sitzordnung und der Ordnungsrahmen bleiben auch beim Blick in Zukunft so, wie wir das schon seit Maria Theresias Zeiten kennen. Faszinierend!

Randbemerkungen zur Bildung im Zeichen der Digitalität, Nr. 1 – das Klassenzimmer

Keine Kritik, lediglich eine Beobachtung: „Wenn von der Zukunft der Schule gesprochen wird, wird vieles in Frage gestellt. Das Klassenzimmer aber nicht.“

In zahlreichen Medien werden künftige Szenarien digitalen Unterrichtens beschrieben, viele an Projekten Beteiligte versuchen die Zukunft der Schule vorherzusehen. Die Rolle der Lehrenden wird hinterfragt, technische Utopien werden entworfen. Aber ein Merkmal bleibt bei diesen Überlegungen oftmals unberührt: das Klassenzimmer. Davon ist dann die Rede: das digitale Klassenzimmer, das Klassenzimmer der Zukunft, das virtuelle KlassenzimmerClassroom of the Future. Wird also alles digital-multimedial, beim Lernraum bleiben wir aber der 5×8 Gliederung verhaftet? Ist das für uns einfach derart selbstverständlich, dass alles hinterfragt werden kann, der Klassenverband aber nicht?

 

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Da gäbe es doch Beispiele, dass das nicht die einzig denkbare Option ist, eine Gliederung in Vortrags-, Rückzugs-, Arbeits-, Kooperationsflächen in einem Modul für mehrere Klassenverbände beispielsweise. Siehe auch: http://www.vor-ort.at/oder http://www.schulraumkultur.at/

 

Audience Response Systeme

Als Vorbereitung für einen Workshop habe ich versucht, eine Übersichtstabelle zu den Funktionen der einzelnen Audience Response Systeme zu erstellen. ARS sind Plattformen und Hardware die sowohl im Schulunterricht als auch in der Hochschullehre für ein schnelles Feedback sorgen können. Lernende geben ihre Antworten üblicherweise mit Smartphone oder Tablet ab, bei einigen ist SMS-Versand möglich, manchesmal kommen auch eigene Clicker zum Einsatz.

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Digitale Evangelisten und digitale Apokalyptiker

Die Lüge der digitalen Bildung von Gerald Lembke (hier) ist der Grund für viele, die sich mit digitalen Medien in der Schule beschäftigen, eine Gegenposition zu Lembke (und auch Spitzer) zu formulieren. Mich beschäftigt in diesem Zusammenhang, warum ich mich so schwer mit diesem Gedanken anfreunden kann, Gegenthesen aufzustellen.

allesgut

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